Prinz Topguide 2012 Marcus Schröpfer sieht nicht aus wie ein Punk, aber im tiefsten Herzen ist er einer. nicht nur, weil er sein Restaurant nach seiner ehemaligen Band “Four Roses” nannte, die wiederum nach dem gleichnamigen Bourbon hieß. Sondern auch, weil man in seinem Restaurant auch einfach nur Wein trinken kann. Wenn man möchte, stundenlang. Die Weine sind gut, von der Loire bis zum Languedoc. Frevel wäre es trotzdem nicht von der Karte zu wählen. Einen guten Ziegenkäse etwa auf anständig geputztem Feldsalat. Da knirscht nichts. Und die Vinaigrette ist süßsauer-perfekt. Zum Hauptgang am besten Geschmortes: Rind in Rotwein zum Beispiel. Butterweich, wie Rheinischer Sauerbraten, aber herzhafter. Oder Lamm. Aus Standarts macht Schröpfer Must-haves. Und was experimentell klingt, wie etwa Moules au Cidre, ist eine lässege Kombination, weil das Fruchtige einfach nur gut zur Muschel passt. Marcus Schröpfer hat Küchen von Paris bis Texas gesehen, wilde Kombinationen, nur um der Sensation willen, kämen ihm nicht auf die sshlichten Teller. Er liebt die Klassiker Und zwar so sehr, dass er das Beste aus ihnen herausholt.