Hamburger Abendblatt 17.12.2009 Vier Rosen für ein  Halleluja Bistroküche:  Das neue Restaurant mit dem blumigen Namen gehört zur preisgünstigen Elite – nicht nur  in Eimsbüttel. Rock ´n` Roll  kann auch eine blumige Komponente haben: Vier Rosen hieß die Band, in der Marcus Schröpfer früher mal  spielte.  Zum Glück für  Genießer sind es schon lange nicht mehr so oft Musik-, sondern Kücheninstrumente, auf denen Meisterkoch Schröpfer die Klaviatur des guten Geschmacks betätigt. Und zwar aktuell in seinem neuen Restaurant in Eimsbüttel. Der Name ist Reminiszenz an den Rock, die Gerichte sind eine vollendete Verbeugung vor den kulinarischen Petitessen des Nachbarn: Im Vier Rosen kommt ausgezeichnete französische Bistroküche auf die Tische, die etwa 30 Gästen Platz bieten. Zwei helle Räume mit braunen Möbeln und weißen Papiersets, an den Wänden ein paar Bilder und Plakate aus dem Pariser Milieu – ein schön  schlichtes  Ambiente. Die Speisekarte listet  französische Spezialitäten mit der kreativen Freiheit  zur Eigeninterpretation, darunter ein ganz köstliches Gänserilette auf Rosmarincrouton mit glacierter Entenleber und lauwarmen Linsen sowie Ziegenkäseterrine mit  Paprikasugo, Kräutersalaten und eingemachtem Kürbis, rustikale Merguez auf Taboulet mit Minzcreme oder Paté Maison von Reh und Kaninchen  mit Cornichons und Pommery-Creme-fraiche von bester Produktqualität – zwei dieser wunderbaren Vorspeisen (um 7,50 Euro) ersetzen mühelos ein Hauptgericht . Auch Klasse: gebackene Sardinen auf Tomatensalat für lächerliche 5,50 Euro. Auch die kleine Abteilung der Hauptgerichte (um 17 Euro) überzeugt mit exzellenter Frischeküche –Qualität. Wir genossen eine kurzgebratene Rehkeule  mit flaumigen Birnen-Speckknödel.  Wirsing und Maronen sowie den Klassiker Barbarie-Entenbrust- und –keule (sehr zartes Fleisch!) mit Rotkohl, Knödel und Cranberrysauce. Die Desserts (um 5,50 Euro) nehmen den Esprit der Vorspeisen auf; mit Apfel-Maronen-Strudel zu weißem Schokoladen-Mohnparfait und Lebkuchenparfait  im Marzipanmantel auf Punschsauce kehrt  auch der Gewürzduft der Vorweihnachtszeit  zurück. In Sachen Wein ist es unbedingt ratsam, den Vorschlägen des Patrons zu folgen. Er wird den Gästen garantiert nicht prinzipiell die teuersten Tropfen andrehen wollen (Spitzenreiter: ein 2006 Chassagne Montarachet  1er Cru „Morgeot“ für 50 Euro,  Flaschen ab 15 Euro), sondern gern auch einen der guten Offenen empfehlen (ab 4,40 Euro). Diese große Küche in Kombination mit der  fairen Preisgestaltung: Am Ende eines Abends  im Vier Rosen bleibt einfach ein verdammt gutes Gefühl.